DIE XY-AUFNAHMESTUDIOS

  

MÜNCHEN

Peter Hohl

  

  

  

Irene Campregher

  

  

  

Sabine

Die Premiere von Aktenzeichen XY ...ungelöst war am 20.10.1967 um 20.00 Uhr. Anfangs wurde noch aus Wiesbaden ausgestrahlt, bald folgte München.
  
Von 1967 bis 1979 war Peter Hohl der Leiter des Aufnahmestudios München. Hohl war sehr eifrig und hat Ede häufig bei seiner Moderation gestört. Schließlich wurde er in den Glaskasten gesperrt und sein Telefon immer weiter von ihm entfernt.
  
Peter Hohl wurde 1979 von Irene Campregher abgelöst, die bis 1987 blieb. Auffällig waren ihr breiter Münchner Dialekt und die bunten 80er-Jahre-Blusen. In diesem Zeitraum hat übrigens Ede die deutschen Studiofälle alle selbst behandelt, sodass Irene nur immer am Schluss einer Sendung, nämlich bei den Zuschauerreaktionen zu sehen war.
  
Ende 1987 folgte Sabine, da Irene geheiratet hat und mehr im XY-Hintergrund tätig sein wollte. Die sehr sympathische Stieftochter von Ede hat sich in der Dezembersendung 2001 zusammen mit Butz Peters vom Bildschirm verabschiedet. Seitdem führt Rudi Cerne ohne Co-Moderation durchs Programm. Lediglich Herr Hetmer vom LKA Bayern informiert Rudi ab und zu am Ende der Sendung über die eingegangenen Hinweise.
  
Auch schon seit langer Zeit dabei und ziemlich quirlig sind Dörte und Christina von der XY-Redaktion, die oft nebeneinander im Studio sitzen. Entweder lachen die beiden auffällig oder schieben ganz hektisch immer irgendwelche gelben Blätter hin und her.









      

 

Die Schweiz beteiligte sich zum ersten Mal am 24.01.1969 an der Telefahndung. Besonders auffällig am Aufnahmestudio war Anfang der 70er-Jahre, dass Vetterli kein eigenes Aufnahmestudio hatte, sondern sich in einer Art Taxizentrale aufhielt. Erst später wurde dann die ungewöhnliche Fachwerk-Deko eingeweiht. Bis zu Edes Abschied konnte man übrigens noch die nostalgisch wirkende Beamtenstuben-Dekoration aus Holzplatten mit einem XY-Logo erkennen, das an einer Schnur aufgehängt war.
  
Moderator war bis 1976 Werner Vetterli, der in der Schweiz heute noch als Sportreporter sehr geschätzt wird. Er besuchte das XY-Studio übrigens noch zweimal: einmal als Gast in der 200. Folge, in der er sich besonders für die Damenwelt interessierte, und zum zweiten Mal in der 400. Folge im Jahr 2007.
  
Abgelöst wurde er von Konrad Toenz, der gerne mal rechts an der Kamera vorbeilächelte. Er blieb bis 1998 im Amt und kam noch einmal als Gast in der 400. Folge in die Sendung.
  
Danach war der zuständige Leiter des Aufnahmestudios Zürich Stephan Schifferer, der besonders durch seine sympathische Art und seine wenigen Haare aufiel. Inzwischen ist das Schweizer Fernsehen zwar auch aus der Koproduktion ausgestiegen, aber Stephan konnte man noch einmal in der Jubiläumssendung zum 40. XY-Geburtstag wiedersehen.
  
Von der 4. Folge am 15.03.1968 bis Folge 351 am 06.12.2002 war Österreich Koproduktionspartner von XY. Auch hier war lange Zeit die altmodische Amtsstuben-Einrichtung zu erkennen. Man kann aber auch feststellen, dass es in keinem der Aufnahmestudios so viele kleine Veränderungen gegeben hat wie in Wien.
  
Der erste Moderator des Wiener Aufnahmestudios war Teddy Podgorsky, der bereits 1971 die Sendung verließ, da er als Intendant beim ORF engagiert wurde. In den 1990ern präsentierte Teddy, dessen eigentlicher Name Thaddäus lautet, eine Nostalgiesendung über das ORF-Zeitgeschehen.
  
Für Teddy kam Peter Nidetzky, der XY bis Dezember 2002 die Treue hielt. Bemerkenswert war Nidetzkys sympathische Wiener Gelassenheit (besonders bei irgendwelchen Pannen). Peter verließ die XY-Sendung, da der ORF als Koproduktionspartner nicht mehr zur Verfügung stand und sich aus der Sendung ausklinkte (Grund: Einschaltquoten). Mit ihm ist der letzte Stammhalter der klassischen Zimmermann-Ära vom Bildschirm verschwunden.

  
    
 
  

  
  

  
  

  
  

  
  

  
  

  
    
      

ZÜRICH UND WIEN

Werner Vetterli

 

  

  

Konrad Toenz

 

  

  

Stephan Schifferer

 

  

  

Teddy Podgorsky

 

  

  

Peter Nidetzky

 

BERLIN UND POTSDAM

 

 

Durch die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten hat sich das Sendegebiet um die Bundesländer im Osten erweitert. Der DFF konnte als 4. Koproduktionspartner für XY gewonnen werden, und so wurde in Berlin-Adlershof ein viertes Aufnahmestudio eingerichtet.
  
Als neue Kollegin wurde Annette Judt begrüßt, die die Sendereihe ganze 3 Mal begleitete.
  
Denn danach wurde das Berliner Aufnahmestudio abgeschafft und in einen Potsdamer Telefonaufnahmeplatz umgewandelt. Die anfänglichen Sorgen, wie es wohl mit dem Telefonieren im Osten klappen würde, stellten sich bald als unbegründet heraus, denn in der Vergangenheit haben die Kollegen aus dem Osten schon ganz gute Erfahrung gemacht, wenn Zuschauer aus der DDR anriefen.
  
Der Telefonaufnahmeplatz wurde dann auch bald eingestellt (der DFF wurde zu den ARD-Sendern MDR und ORB).
  
Von Annette Judt hat man übrigens nie wieder etwas gehört...